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Erik

Zoom aufs Doppelkinn

Zoom aufs Doppelkinn 1280 1920 Dr. Tina Peters

In Zeiten der Videokonferenzen hat sich die Zahl der Fettabsaugungen verdoppelt. Das liegt vor allem – am Doppelkinn. Wo die Fettzellen sonst noch stören, weiß Dr. Tina Peters:

Die Behandlungswünsche haben sich in den vergangenen zwei Jahren verändert. In meiner Praxis ist die Nachfrage nach Fettabsaugungen deutlich gestiegen. Nun zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie sogar, dass sich die Liposuktionen mit 6 auf 12 Prozent bei den Eingriffen verdoppelt haben. Das liegt nicht nur an Absaugungen des Doppelkinns und der „Corona Kilos“ (Logisch, die vielen Bildschirmkonferenzen im Homeoffice rückten diesen ungeliebten Makel, der oft genetisch bedingt ist, ins Spotlight), sondern auch an der klaren Botschaft, auch mit Erkrankungen, wie dem Lipödem, offen umzugehen.

Bei Frauen sitzen sie vor allem am Bauch, an den Hüften oder den Oberschenkeln. Die männliche Problemzone hat sich sogar sprachlich breit gemacht. Wer kennt ihn nicht, den Bierspoiler, die Love-Handles oder Rettungsringe? Und natürlich ist eine Liposuktion sehr erfolgreich bei einem Lipödem. Das sind oft erblich bedingte, schmerzvolle Fettansammlungen an Beinen oder Armen. Um an kleinen und großen Zonen gleichmäßige Ergebnisse ohne Dellen zu erzielen, habe ich mein Verfahren verfeinert und eine eigene Methode der Fettabsaugung entwickelt, indem ich die wasserstrahl-assistierte Liposuktion (Bodyjet) mit der Vibrationstechnik kombiniere.

Der Bodyjet löst mit einem hauchdünnen Wasserstrahl die Fettzellen, die ich dann mit einer feinen Kanüle absauge. Der Vorteil ist hier, dass ich intakte Fettzellen gewinne, mit denen ich direkt Falten aufspritzen oder die Brust vergrößern kann. Um das Ergebnis der Liposuktion zu optimieren, Unregelmäßigkeiten zu glätten und damit Dellen vorzubeugen, arbeite ich mit der Vibrationstechnologie hinterher. Die Vibrationskanüle gleitet wie von selbst durch das Gewebe, rüttelt überschüssige Fettzellen zwischen Unterhaut und Muskulatur los und saugt sie ab. Das Verfahren löst übrigens auch Verhärtungen im Gewebe und wirkt deshalb auch ganz toll bei störenden Narben.

Keine Panik bei plötzlichem Haarausfall

Keine Panik bei plötzlichem Haarausfall 800 534 Dr. Tina Peters

Nach einer Corona-Erkrankung ist Haarverlust eine häufige Folge. Die gute Nachricht: mit einer Eigenblut-Therapie behandelt, kommt die alte Haarpracht zurück.

Gefühlt sind plötzlich überall Haare, auf Jackett und Pulli, dem Kopfkissen, dem Fußboden. Sieht die Bürste nach dem Kämmen aus wie ein Fell: Alarm! Die Frage nach dem Warum ist nicht einfach. Haare fallen saisonbedingt vermehrt aus, es kann aber hormonelle Gründe geben, Stress bedingt sein, durch einschneidende Erlebnisse ausgelöst werden, an einem Nährstoffmangel liegen – oder mit Corona zusammenhängen. Eine/r von fünf Patienten ist laut einer Studie, die im Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, sechs bis acht Wochen nach einer überstandenen Infektion mit Corona von Haarausfall betroffen. Die Schwere des Verlaufs scheint dabei nicht ausschlaggebend zu sein.

Dr. Tina Peters: „Die Ursachen sind im Fall von Covid-19 nicht vollständig geklärt. Aber eine solche Infektion, eine schwere Grippe oder auch eine Operation haben oft zur Folge, dass die Haarwurzeln nicht ausreichend mit Mikronährstoffen und Sauerstoff versorgt werden, weil der Körper sich um Akutes kümmert. Den Haaren fehlt dann quasi der Treibstoff. Sie wechseln von der Wachstumsphase, die mehrere Jahre dauert, in die Ausfallphase und lösen sich aus der Verankerung. In meiner Praxis klagen immer mehr Patienten, vor allem Frauen, über ungewöhnlichen Haarausfall drei Monate nach der Infektion und werden panisch. Gute Erfolge erziele ich mit der Eigenblut-Therapie PRP. Sie läuft in der ästhetischen Medizin zur Hautverjüngung unter Vampir-Lift.“

PRP steht für „Platelet Rich Plasma“, englisch für plättchenreiches bzw. thrombozytenreiches Blutplasma. Blutplättchen oder Thrombozyten enthalten alle biologischen Bausteine, Stammzellen sowie verschiedene Wachstumsfaktoren, die das Zellwachstum regulieren. Um das Plasma zu gewinnen, wird Blut abgenommen und zentrifugiert. „Das transparente Blutplasma spritze ich gezielt in die Regionen, die von Haarausfall betroffen sind. Bei den meisten also in erster Linie in den Vorderkopf, wo die Haare generell weniger dicht wachsen als am Hinterkopf und ausgedünnte Stellen schnell sichtbar werden. Oft reicht schon eine Behandlung, aber meist sind mehrere Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen nötig“, sagt Dr. Tina Peters. „Die Stammzellen des Blutes bauen die Haarwurzeln wieder auf. So kann der Haarausfall nachhaltig gestoppt und das Haar wieder dichter nachwachsen.“

Das Rote Sofa

Das Rote Sofa 960 540 Dr. Tina Peters

Beitrag mit Dr. Tina Peters

Madita will’s wissen

Madita will’s wissen 820 538 Dr. Tina Peters

Interview mit Dr. Tina Peters

OP im Intimbereich gehören längst der Normalität an

OP im Intimbereich gehören längst der Normalität an 800 533 Dr. Tina Peters

Das Schönheitsideal – seit Menschengedenken entwickelten Völker verschiedene, sich im Laufe der Zeit verändernde, doch omnipräsente Idealvorstellungen von einem perfekten Körper und Gesicht. Diese Ideale prägten die Gesellschaft so stark, dass man, ob nun bewusst oder unbewusst, sich in der eigenen Haut nicht mehr wohlfühlte, sobald man in irgendeiner Weise von dieser „Norm“ abwich.

Im Laufe der Zeit haben sich durch die Weiterentwicklung der Medizin die Möglichkeiten der „Korrekturen“, die einem geboten werden, vervielfältigt und – die Gesellschaft hat zudem eine hohe Toleranz und Akzeptanz ihnen gegenüber entwickelt, sodass es heutzutage nichts Besonderes, Nennenswertes oder gar Empörendes mehr ist, wenn man sich einem chirurgischen Eingriff unterzieht. Durch diese Entwicklung wird aber vor allem auch den Menschen das Leben deutlich erleichtert, die nicht nur psychisch unter ihrem Aussehen leiden, sondern auch physische Schmerzen spüren. So auch zum Beispiel im Intimbereich. Dr. med. Tina Peters teilt mit uns ihre Erfahrungen als langjährig praktizierende und erfahrene plastische Chirurgin. Aus der Tätigkeit in ihrer eigenen Praxis in Hamburg kann sie uns unter anderem Näheres zu den Beweggründen der Patienten, den Methoden und Risiken bei Operationen im Intimbereich erzählen.

Die Ästhetik ist wichtiger denn je geworden. Welche Eingriffe führen Sie am häufigsten durch?

Die Tendenz zu minimal-invasiver Faltenbehandlung ist weiterhin steigend. Trotzdem kommen mehrmals im Monat Patienten zu mir in die Praxis, die Wünsche haben, die sich nur mit einer Operation realisieren lassen. Denn Botulinumtoxin, Hyaluronsäure und Eigenfett-Unterspritzungen haben zwar wirklich gute Effekte, stoßen aber irgendwann an ihre Grenzen. Immer dann, wenn es um die Korrektur von überschüssiger, hängender Haut geht oder eine deutliche Verjüngung gewünscht ist, geht es nicht ohne Skalpell. Langzeitstudien haben übrigens gezeigt, dass operative Eingriffe unterm Strich oft nicht teurer sind als minimal-invasive Behandlungen, die ja regelmäßig aufgefrischt werden müssen.

Die meistgewünschte Operation bei mir ist die Oberlidstraffung. Seitdem so viele im Homeoffice arbeiten und ihr Gesicht während der Zoom- oder Teams-Meetings sehen, boomt dieser Eingriff. Lidstraffungen heilen schnell ab, lassen sich gut kaschieren und sind zu jeder Jahreszeit problemlos. Fettabsaugungen sind dagegen in den Herbst- und Wintermonaten angenehmer. Die Kompressionswäsche, die nach dem Eingriff für Monate getragen werden muss, stört im Sommer einfach zu sehr. Außerdem sind die Patientinnen und Patienten dann rechtzeitig zur Outdoor-Saison in shape. Fettabsaugungen haben übrigens seit Corona stark zugenommen und stehen bei vielen ganz oben auf der Wunschliste. Ein Schwerpunkt von mir sind Brustkorrekturen. Deshalb kommen Patientinnen aus ganz Deutschland in meine Praxis.

Aus welchen Motiven lassen sich Ihre Patienten operieren, wie hoch ist der Leidensdruck?

Termin zur Beratung vereinbaren. Die Gründe für eine Operation sind extrem individuell und reichen von medizinischen Beschwerden bis hin zu rein optischen Beweggründen. Letztendlich geht es IMMER darum, sich in seinem Körper wohlfühlen und die Lebensqualität und -freude zu steigern. Je sichtbarer der empfundenen Makel ist, desto höher ist der Leistungsdruck, von Schmerzen einmal ganz abgesehen. Die meisten Patientinnen und Patienten haben sich schon lange Gedanken über einen Eingriff gemacht, bevor sie einen Termin zur Beratung vereinbaren.

Da ist zum Beispiel die junge Frau, die sich mit Implantaten ihren Traum von größeren Brüsten erfüllt. Einfach, weil sie es schön findet. Dann gibt es die Patientin, die sich nach einer oder mehreren Schwangerschaften ein „Mommy make-over“ mit Bruststraffung, Bauchdeckenstraffung und vielleicht einer Fettabsaugung wünscht. Typisch ist auch der Sportler, der trotz maximaler Anstrengung seine Pölsterchen an den Hüften nicht wegbekommt und eine Fettabsaugung möchte. Und natürlich fallen in meinen Bereich als leidenschaftliche Chirurgin auch medizinisch erforderliche Operationen. Dazu zählen der rekonstruktive Brustaufbau nach einer Tumorresektion, eine Fettabsaugung bei Lipödemen oder die Entfernung und Straffung überschüssiger Haut bei Adipositas-Patienten nach erfolgreicher Gewichtsabnahme. Sie merken schon, nach 25 Jahren Berufserfahrung könnte ich unzählige Geschichten hierzu erzählen, aber es lassen sich zumindest ein paar Prototypen beschreiben.

Eingriffe im Intimbereich sind ein hochsensibles Thema. Was sind die Gründe für Operationen im Intimbereich?

Unsere Sexualästhetik hat sich im Laufe von nur einer Generation vollkommen verändert. Die Intimrasur liegt seit einigen Jahren im Trend und dadurch treten bei Frauen z.B. verlängerte innere Schamlippen oder ein voluminöser Venushügel stärker hervor. Auch bei Männern fallen Abweichungen von der Norm stärker auf, wer auch immer diese Norm definiert hat. Es geht aber nicht nur um Optik. Oft gibt es medizinische Gründe für die Eingriffe, denn zu lange Schamlippen können beim Sex Schmerzen bereiten und auch beim Sport oder in engen Hosen stören, ähnlich wie bei Männern ein erschlaffter Hodensack.

Heute spricht man zum Glück offener über diese Themen. Trotzdem wird der Wunsch nach einem Eingriff im Intimbereich von vielen immer noch belächelt und als Luxusproblem abgetan. Aber wenn eine Patientin oder ein Patient ein Problem hat, das körperlich oder psychisch belastend ist, nehme ich das ernst und bemühe mich, kompetente Hilfe anzubieten. Egal, ob es um die optische Optimierung des Schambereichs geht oder um eine funktionelle Störung.

Bei den Frauen geht es meist um eine Verkleinerung der inneren Schamlippen, eine Straffung des Klitorismantels oder eine Korrektur der äußeren Schamlippen. Bei Männern überwiegt der Wunsch nach einer Verdickung und/oder Verlängerung des Penisschafts und der Eichel, teils aus ästhetischen Gründen aber auch häufig aus Gründen der Verbesserung der sexuellen Befriedigung für beide Partner.

Welche Risiken gehen mit Eingriffen im Intimbereich einher?

Die Eingriffe sind so vielfältig, dass sie sich schwer über einen Kamm scheren lassen. Generell gelten die allgemeinen Risiken einer Operation. Aber intimchirurgische Eingriffe sind relativ überschaubar und Komplikationen bei guter Planung und Ausführung seltener. Kleinere Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen sind meist unkompliziert zu behandeln. Wundschmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und vorrübergehende Gefühlsstörungen gehören zu den normalen Nebenwirkungen. Wichtig ist das postoperative Verhalten der Patienten, das fast genauso wichtig ist wie mein chirurgisches Können.

Wie viel Zeit sollte für die Operation und die folgende Genesung eingeplant werden?

Die Operationen können meist ambulant in Kurznarkose oder in örtlicher Betäubung erfolgen und dauern, je nach Befund, zwischen 1 und 2 Stunden. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist eine primäre Ruhephase nach der Operation entscheidend, 5 bis 7 Tage sollten im Schnitt eingeplant werden. Geht es allerdings nur um Unterspritzungen mit Hyaluronsäure oder um das Aufspritzen des G-Punkts (O-Shot), ist die Rekonvaleszenz deutlich kürzer und keine lange Ruhezeit nötig.

Welche sind die häufigsten Eingriffe, die Männer durchführen lassen?

Männer machen heute in meiner Praxis fast ein Drittel meiner Patienten aus. Das war vor zehn Jahren noch ganz anders. Aber mittlerweile spüren auch sie den zunehmenden Druck, im Job optisch mithalten zu müssen. Im Gesicht wünschen sie sich unauffällige Eingriffe, um weniger gestresst und genervt auszusehen. Eine Behandlung habe ich extra für Männer entwickelt. Sie setzt Zornesfalten und Krähenfüße geschickt außer Gefecht. Es sind nur minimale Nuancen, die ich mit Botulinumtoxin verändere. Die Mimik beruhigen, nicht lahmlegen, ist das Motto. Die Kunst besteht darin, das Toxin so präzise zu dosieren, dass noch nicht mal enge Mitarbeiter etwas merken. Hyaluronsäure sorgt für frischere Haut und einen dynamischen Eindruck. Ich hebe damit die Mundwinkel, gleiche die Nasolabialfalte aus oder unterspritze die Tränenrinne und entferne damit die Müdigkeit aus der Augenpartie. Neben diesen minimal-invasiven Behandlungen mit Botox und Hyaluronsäure im Gesicht sind vor allem Ober- und Unterlidstraffungen sehr gefragt bei Männern. Zunehmend sind aber auch Fettabsaugungen an Bauch, Hüfte und Brüsten gewünscht. Bei den intimchirurgischen Eingriffen liegen Penis- und Eichelverdickung sowie Penisverlängerung vorn.

Frau Dr. Peters, vielen Dank für das Interview.

PODCAST „DIE DIAGNOSE“

PODCAST „DIE DIAGNOSE“ 600 600 Dr. Tina Peters

Bausünden: Eine Frau leidet an Gliederschmerzen – ist eine kriminelle Machenschaft Schuld daran?
Eine Frau fühlt sich seit Monaten schlapp und hat Gliederschmerzen. Eine Spezialistin findet heraus, was eine Schönheits-OP damit zu tun hat.

In der ersten Folge der neuen Staffel spricht stern-Redakteurin Anika Geisler mit einer Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie: Es geht um eine Frau, die sich mit seltsamen Beschwerden an die Ärztin wendet. Seit einer Weile leide sie unter Knochen- und Gliederschmerzen und fühle sich zunehmend kraftlos, berichtet die Patientin. Auch ihre Brüste sind angeschwollen an und verformen sich.
Handelt es sich hierbei um eine rheumatische Erkrankung, Gelenkverschleiß oder doch eine Krebserkrankung? Keine der bisherigen Untersuchungen förderte die Ursache der Beschwerden zutage. Die Ärztin hat schließlich einen Verdacht: Kann es sein, dass ein Fremdkörper, den die Frau seit einigen Jahren im Körper trägt, hinter den seltsamen Symptomen steckt?
Die Akte der Patientin aus einer vorherigen Behandlung liefert schließlich eine erschreckende Antwort auf all diese Fragen.

Dr. Tina Peters berät die Barbara zu den Top 5 Beauty-Eingriffen

Dr. Tina Peters berät die Barbara zu den Top 5 Beauty-Eingriffen 800 956 Dr. Tina Peters

„Die hat doch was machen lassen!“ – Dr. Peters in der Barbara No. 6 zu Hyaluron-Filler, Vampir-Lifting und co.

Die hat doch was machen lassen

Wir haben das Gefühl, dass immer mehr Frauen ihre Fassadenarbeit mit mehr als nur guten Cremes erledigen. Was genau die da machen? Die Top 5 der verjüngenden Beauty-Eingriffe

Bügeln mit Faltenunterspritzung To Go

Was stört?
So drücken es Behandlungswillige beim Vorgespräch aus: „Ich seh aus, als hätte ich mir das Schlafen abgewöhnt.“ Oder: „Die Wutfalte auf der Stirn ist böse.“ Soll weg. Das Müde und Böse.

Was passiert?
Der Experte (Dermatologe oder Chirurg statt Pfuscher im Hinterzimmer!) legt die Muskulatur unter der Knautschzone lahm. Entspannt den Ausdruck, kann aber auch zur Häschen-zieht-Näschen-kraus-Mimik führen. Außerdem: Karl-Dall-Matschauge-Gefahr. Bleibt, bis das Nervengift verstoffwechselt ist, circa ein halbes Jahr.

Was bringt’s?
Weniger Gesichtskino, dafür aber Faltenmilderung (ob 350 Euro). Wir finden’s etwas lahm.

Fröhlicher mit Filler

Was stört?
Dieser fiese Möpp namens Schwerkraft — zieht im Laufe der Zeit einfach Wangen und Mundwinkel runter. Grund: Das Fettgewebe im Gesicht wird weniger (an Bauch und Hintern leider nicht). Sieht meist recht traurig aus. Sorgenzone bitte aufpolstern!

Was passiert?
Der Doc puffert mit Filler (meist Hyaluron) Hängebäckchen und Schützengräben um den Mund sowie meist auch die Lippen. Risiko: siehe Meg Ryan oder jüngst Verona Pooth.

Was bringt’s?
Wieder mehr Babyface statt Sorgendackel. Recht nachhaltiges Investment (300 bis 1000 Euro, je nach Bedarf), da das Polster bis zu anderthalb Jahren hält. Aber bitte: Weniger ist mehr.

Lifting im Vampir-Style

Was stört?
Der Grauschleier über dem Knitterteint. Als müsste das Laken mal dringend gewaschen und gebügelt werden. Grund für die fiese Knautschzone ist auch hier: das schwindende Fettgewebe.

Was passiert?
Der Fachmann entnimmt Blut, extrahiert das hochwertige Plasma und spritzt es wieder unter die Haut oder bringt es per Microneedling (Nadelkissen) unter die Hülle. Diese Prozedur ist, logo, blutig und auch schmerzhaft, daher wird vorher eine betäubende Salbe aufgetragen. Das konzentrierte Plasma soll die Zellerneuerung pushen. Effekt: Glättung für Gesicht und Dekolleté. Dafür bis zu einer Woche kein Ausgang — das Gesicht kann anschwellen.

Was bringt’s?
Man sieht viel erholter aus, für rund 750 Euro. Prozedur muss aber alle sechs Monate wiederholt werden.

Heiß aufpolstern

Was stört?
Plisseefalten über der Lippe, Pergamenthaut ums Auge. An diesen Stellen beginnt oft das Gekräusel, weil wir hier leider dünnhäutig sind.

Was passiert?
Bei dem sogenannten Fractora Firm erhitzt der Experte zuerst die Haut per Radiofrequenz auf circa 41 Grad — das regt die Kollagenproduktion an. Die heiße Haut wird durch Microneedling leicht perforiert (gibt aber Betäubungscreme) und mit einem Wirkstoffcocktail aus Antioxidantien und Hyaluron versorgt. Rötungen und Schwellungen brauchen eine Woche zum Abklingen.

Was bringt’s?
Grillen und perforieren ist krass, aber macht prall, ohne die Mimik lahmzulegen. Ist jedoch verrückt teuer: Bei 2000 Euro geht’s los.

Oberlid-Straffung

Was stört?
Wenn das Augenlid ausleiert und irgendwann komplett den Lidstrich verdeckt. Kann bitte mal jemand das Rollo hochlassen? Ja. Nennt sich Lidstraffung, ist allerdings eine Mini-Operation.

Was passiert?
Der Chirurg schneidet überschüssige Haut am Lid weg und strafft den Muskel. Die Operation kann ambulant oder unter Narkose gemacht werden. Die Narbe liegt in der Lidfalte und ist somit recht gut versteckt. Risiko: Wird zu viel weggeschnitten, schließt das Auge nicht mehr. Dann ober gute Nacht. Für alle Profis ist der Eingriff allerdings eine Routinesache.

Was bringt’s?
Kostet recht viel, rund 1800 Euro, aber macht echt wacher und frischer. Und zwar gute zehn Jahre lang. Damit ist dieser Eingriff der nachhaltigste unserer Top 5.

Text: Stefanie Höfle

Dr. Peters im Interview mit der MYWAY #10/2015

Dr. Peters im Interview mit der MYWAY #10/2015 712 918 Dr. Tina Peters

„Glatte Haut in 10 Minuten“

Beim Beauty-Doc stehen Filler nach Nervengiften an zweiter Stelle, um die Faltentiefe zu reduzieren. Wir fragten Dr. Tina Peters, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Hanseaticum Hamburg, wie eine Behandlung funktioniert.

Was bewirkt Hyaluron als Filler in der Haut? Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut. Sie kann ein Vielfaches ihres molekularen Gewichts an Wasser speichern und Falten wunderbar aufpolstern. Mit den Jahren produzieren die Zellen aber immer weniger von dieser wichtigen Substanz. Die Haut wird trockener, Falten entstehen. Eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure führt zu einer Revitalisierung der obersten Hautschichten. Wir setzen sie aber auch ein, um verlorenes Volumen wiederherzustellen, Augenringe auszugleichen und die Gesichtskonturen zu korrigieren. Mittlerweile ist sogar ein komplettes ‚Liquid Facelift“ mit Hyaluronsaure möglich.

Sind alle Filler natürlich, und wie sicher sind sie? Früher wurde die Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen gewonnen. Heute kommen die Filler aus dem Labor, werden synthetisch hergestellt. Sie sind viel besser verträglich und lösen im Regelfall keine Allergien aus.

Gibt es verschiedene Arten von Fillern? Es gibt für jede Falte und Gesichtspartie das richtige Produkt. Entscheidend ist die molekulare Struktur, von flüssig bis gelartig. Einige Produkte enthalten das lokale Betäubungsmittel Lidocain. Dadurch werden Schmerzen während und nach der Injektion bei der Falten-unterspritzung gelindert.

Wie lange hält eine Unterspritzung? Das kommt auf den Filler an. Je stärker die Hyaluronsäure vernetzt ist, desto langsamer wird sie vom Körper abgebaut. Auch der individuelle Stoffwechsel oder übermäßiger Sport entscheiden über die Haltbarkeit. Es gibt Patienten, die nur alle zwei Jahre zur Unterspritzung kommen. „Flüssigere“ Filler halten dagegen meist nur drei bis vier Monate.

Was kann man tun, wenn das Ergebnis nicht gefällt? Der Facharzt hat die Möglichkeit, die Hyaluronsäure mit Hyaluronase aufzulösen. Dieser Eingriff ist aber mit Vorsicht zu genießen, weil unter Umständen auch körpereigene Substanz aufgelöst wird.

Wo kann Ich mich unterspritzen lassen, und was kostet es? Bitte nur beim Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie. Die Kosten betragen ca. 350 €.

Gibt es Alternativen? Alternativen sind zum Beispiel die Unterspritzung mit Eigenfett oder auch regenerierende Maßnahmen wie z.B. das sogenannte „Vampir-Lift“ mit Eigenblut.

Sind Cremes eine Alternative zur Unterspritzung, um faltenfrei zu bleiben? Cremes sind als Ergänzung zu einer Unterspritzung hilfreich, und natürlich sieht man der Haut immer an, ob sie gut gepflegt wird.